Einsatzreiche Nacht - Brand und Verkehrsunfall zu gleicher Zeit bewältigt

Brand Vettelhoven


Gegen 2 Uhr wurden die Einheiten der Oberen Grafschaft (Vettelhoven, Gelsdorf, Eckendorf, Holzweiler), die Drehleiter aus Ringen sowie der Bengener Einsatzleitwagen zu einer Bäckerei in Vettelhoven alarmiert. Dort war im Bereich des Ofens ein Brand entstanden. Unter Atemschutz wurde der Brand bekämpft, zu Nachlöscharbeiten musste die Hilfe einer Wärmebildkamera der Ahrweiler Feuerwehr in Anspruch genommen werden. Damit konnten Brandnester in einer Zwischendecke entdeckt und abgelöscht werden, außerdem mussten Teile des Ofens demontiert werden.
Nach ca. anderthalb Stunden konnte ein Großteil der dort eingesetzen Kräfte (insgesamt ca. 30 Kameraden) abrücken, die örtliche Löschgruppe war zur Brandwache noch länger im Einsatz.

Verkehrsunfall Deutsches Eck


Bereits in der Anfangsphase dieses Einsatzes, keine Viertelstunde nach der ersten Alarmierung, meldete die Leitstelle Koblenz dann einen weiteren Notruf. Am anderen Ende des Gemeindegebietes, im Bereich der als "Deutsches Eck" bezeichneten Kreuzung zwischen Bengen, Nierendorf und dem Stadtgebiet Bad Neuenahr-Ahrweiler, hatte sich ein Verkehrsunfall ereignet.
Nach ersten Ermittlungen der Polizei verlor der 18jährige Fahrer in einer Rechtskurve die Kontrolle über das Fahrzeug und schleuderte ca. 80 Meter weiter frontal gegen einen Baum. Ein 16jähriger Beifahrer wurde nur leicht verletzt und musste mit Schock in ein Krankenhaus verbracht werden. Der Fahrer war allerdings schwer verletzt und im Fahrzeug eingeklemmt.
Es erfolgte eine Sirenenalarmierung der Einheiten der Unteren Grafschaft (Bengen, Nierendorf, Karweiler, Birresdorf) sowie des Hilfeleistungslöschfahrzeuges der Einheit Ringen, das über die entsprechenden Geräte verfügt. Nach Abwägung der Einsatzlagen fuhr auch der Einsatzleitwagen, der bereits in Vettelhoven eingesetzt wurde, von dort die zweite Einsatzstelle an.

Die notfallmedizinische Erstversorgung durch eine Notärztin und das Deutsche Rote Kreuz sowie die technischen Rettungsmaßnahmen der Feuerwehr nahmen über eine Stunde in Anspruch. Zur Versorgung und möglichst schonenden Rettung des Patienten wurden mit hydraulischer Schere, Spreizer und Zylindern zuerst die Seitentüren entfernt, später auch das komplette Fahrzeugdach. Aufgrund des Frontalaufpralls gestaltete sich insbesondere die Einklemmung im Fußbereich Kompliziert, hier wurde mittels des Spreizers ein sogenannter Kettenzug eingesetzt, um den Patienten zu befreien. Er wurde in ein Klinikum nach Bonn gebracht.

Nachdem das Fahrzeugwrack entfernt und die Fahrbahn in einen befahrbaren Zustand versetzt worden war, konnten die ca. 35 Einsatzkräfte nach knapp 2 Stunden diesen Einsatz beenden.

Besonders bewährt hat sich in dieser Nacht der dezentrale Aufbau der Grafschafter Feuerwehr mit den örtlich aufgestellten, gut zusammenwirkenden und sich ergänzenden Einheiten. Auch die Vorhaltung modernen Gerätes sowie die stetige Aus- und Fortbildung daran hat einen wesentlichen Beitrag zur Abarbeitung dieser Einsätze geleistet. So konnten trotz der zeitlichen Überschneidung der Lagen und der Entfernung zwischen den beiden Einsatzstellen die Hilfsfristen mit Personal und Gerät deutlich eingehalten werden. Zusammen mit der Besetzung der Feuerwehreinsatzzentrale waren in dieser Nacht schließlich mehr als 70 Einsatzkräfte der Grafschafter Wehr für ihre Mitbürger im Einsatz. 


(Foto: Polizei)

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